Akustik-Stellwände, Trennwände und Raumteiler

Akustik-Stellwände unterbrechen den direkten Schallweg zwischen benachbarten Arbeitsplätzen, vor allem Sprache, und absorbieren dabei meist beidseitig. Entscheidend ist die Höhe: Die Wand muss die Sichtlinie zwischen sitzenden Personen unterbrechen, sonst bleibt die Wirkung gering. Stellwände dämpfen die direkte Übertragung, ersetzen aber keine Decken- oder Wandabsorption.

Eine Stellwand wirkt über zwei Mechanismen: Sie schirmt die direkte Schallausbreitung zwischen Tischen ab und absorbiert den auftreffenden Schall an ihrer Oberfläche, statt ihn zu reflektieren. Beides funktioniert nur, wenn die Wand hoch genug steht und der umgebende Raum bereits gedämpft ist. In einem halligen Raum laufen die Reflexionen über Decke und Wände schlicht um die Stellwand herum.

Stand: 28. Juni 2026

Produkte
147
Datensätze gesamt
1.896
Schallabsorptionsgrad
αw bis 1,0
je Variante
Messdaten

Stellwände mit Messdaten

Freistehende Akustik-Trennwände und Raumteiler, nach Schallabsorptionsgrad sortiert.

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Stellwand-Bauarten im Vergleich

Stellwand-Bauarten im Vergleich
Wirkungαw typischHöheIdeal für
Bodenstellwand (freistehend)Unterbricht die direkte Sprachübertragung und schirmt ganze Zonen ab0,7–1,0 (beidseitig)Ab ca. 1,5 m, für sitzende SichtlinieOpen-Space, Zonentrennung, Raumteilung
Tischaufsatz (desk-mounted)Dämpft Sprache direkt am Bildschirmplatz, kurzer Schallweg0,5–0,9 (beidseitig)Ca. 0,4–0,6 m über TischkanteBench-Arbeitsplätze, Doppel- und Reihentische
Mobile Trennwand (rollbar)Flexible Abschirmung, kurzfristig umstellbar0,6–1,0 (beidseitig)Meist 1,6–2,0 m mit RollenWechselnde Layouts, temporäre Besprechungszonen

Wie hoch muss eine Akustik-Stellwand sein?

Maßgeblich ist die Sichtlinie zwischen den Köpfen sitzender Personen. Eine Stellwand schirmt direkten Schall erst wirksam ab, wenn sie diese Linie unterbricht. Für zwei gegenübersitzende Personen reicht das oft ab etwa 1,5 m Gesamthöhe, für stehende Vorbeigehende oder eine echte Zonentrennung deutlich mehr. Ein Tischaufsatz braucht dafür rund 0,4 bis 0,6 m über der Tischkante.

Genauso wichtig ist die Platzierung: Die Wand gehört möglichst nah an die Schallquelle, also direkt zwischen die beiden Arbeitsplätze, nicht in die Raummitte. Je kürzer der ungeschirmte Schallweg, desto stärker die Wirkung.

Stellwand ersetzt keine Decken- oder Wandabsorption

Eine Stellwand reduziert den direkten Schallweg, nicht den über Decke und Wände reflektierten Schall. In einem halligen Raum laufen diese Reflexionen über die Stellwand hinweg, und der Pegelgewinn am Nachbartisch bleibt klein. Deshalb wirken Stellwände am besten als Ergänzung zu einer gedämpften Decke, nicht als Ersatz.

Praktisch heißt das: zuerst die Decke und große Wandflächen mit breitbandigen Absorbern behandeln, danach mit Stellwänden gezielt die direkte Sprachübertragung zwischen Arbeitsplätzen abschirmen. Die belastbare Auslegung erfolgt über die Nachhallzeit im Raum.

Worauf bei den Messwerten achten?

Maßgeblich ist der bewertete Schallabsorptionsgrad αw, idealerweise gestützt auf eine Hallraummessung. Bei Stellwänden wird oft beidseitig absorbiert, das αw bezieht sich auf die Absorberoberfläche. Ein hoher αw-Wert nützt allerdings wenig, wenn die Wand zu niedrig oder falsch platziert ist, weil dann die Abschirmung des direkten Wegs fehlt.

Brandschutz ist je nach Gebäude relevant, in Flucht- und Rettungswegen vorgeschrieben. Filterbar ist die Brandschutzklasse (von nicht brennbar bis leicht entflammbar).

Häufige Fragen

Reduzieren Akustik-Stellwände den Bürolärm wirklich?

Ja, aber nur den direkten Schallweg. Eine beidseitig absorbierende Stellwand schirmt die Sprachübertragung zwischen benachbarten Arbeitsplätzen ab und senkt die Ablenkung. Sie ersetzt jedoch keine Deckenabsorption: In einem halligen Raum laufen Reflexionen über die Wand hinweg. Am wirksamsten ist die Kombination aus gedämpfter Decke und gezielt platzierten Stellwänden.

Wie hoch muss eine Stellwand sein und wo platziere ich sie?

Die Wand muss die Sichtlinie zwischen den Köpfen sitzender Personen unterbrechen, für gegenübersitzende Personen oft ab etwa 1,5 m Gesamthöhe. Ein Tischaufsatz braucht rund 0,4 bis 0,6 m über der Tischkante. Platzieren Sie die Wand möglichst nah an der Schallquelle, also direkt zwischen den Arbeitsplätzen, nicht in der Raummitte.

Absorbieren Stellwände auf beiden Seiten?

Akustik-Stellwände sind meist beidseitig absorbierend aufgebaut, sodass sie Schall von beiden Nachbarplätzen schlucken statt ihn zu reflektieren. Das angegebene αw bezieht sich auf die Absorberoberfläche. Bei reinen Sichtschutz- oder einseitig kaschierten Wänden fällt die Wirkung geringer aus, deshalb lohnt der Blick auf den Aufbau und den Messwert.

Ersetzen Stellwände die Deckenabsorber?

Nein. Stellwände dämpfen den direkten Schallweg zwischen Tischen, nicht den über Decke und Wände reflektierten Schall. Ohne gedämpfte Decke bleibt der Raum hallig und der Gewinn am Nachbartisch klein. Behandeln Sie zuerst Decke und große Wandflächen breitbandig, danach schirmen Stellwände gezielt die Sprachübertragung ab.

Gibt es mobile oder tischmontierte Varianten?

Ja. Freistehende Bodenstellwände trennen ganze Zonen, mobile Varianten mit Rollen lassen sich kurzfristig umstellen, und Tischaufsätze dämpfen Sprache direkt am Bildschirmplatz. Die Bauart wählen Sie nach Einsatz: feste Zonentrennung, flexibles Layout oder Bench-Arbeitsplatz. In der Suche lassen sich freistehende Trennwände gezielt filtern und nach αw vergleichen.

Welche Brandschutzklasse sollte eine Trennwand haben?

Das hängt vom Gebäude ab. In normalen Büroräumen ist Brandschutz selten zwingend, in Flucht- und Rettungswegen sowie bestimmten öffentlichen Gebäuden dagegen vorgeschrieben. Maßgeblich ist die Brandschutzklasse (von nicht brennbar bis leicht entflammbar). In der Suche lässt sich nach Mindest-Brandschutzklasse filtern.

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