Wandabsorber und Akustikpaneele für die Wand

Wandabsorber dämpfen frühe Reflexionen genau dort, wo sie stören: an den ersten Reflexionspunkten neben dem Sprecher oder Lautsprecher, auf Wänden zwischen Arbeitsplätzen und an langen parallelen Hartflächen. Die Wirkung kommt vom porösen Kern, nicht vom Stoff. Gute poröse Paneele erreichen αw 0,8 bis 1,0.

Stoff oder Druckmotiv eines Akustikpaneels sind kosmetisch: schalldurchlässig, damit der Schall den porösen Kern dahinter erreicht. Das eigentliche Schlucken erledigt das Kernmaterial, etwa Mineralwolle, Polyester-Vlies oder Melaminharzschaum. Ein dekoratives Bild ohne porösen Kern bringt akustisch dagegen kaum etwas.

Wandabsorber ergänzen die Deckenbehandlung, ersetzen sie aber nicht. Die Decke ist meist die größte freie Fläche und senkt den Grundpegel im ganzen Raum am wirksamsten. Wandabsorber wirken gezielt gegen direkte Reflexionen und Flatterechos zwischen gegenüberliegenden Hartwänden.

Stand: 28. Juni 2026

Produkte mit Messwerten
147
Datensätze gesamt
1.896
Schallabsorptionsgrad
αw bis 1,0
Messverfahren
Hallraum

Interaktiv

Wie viele Paneele braucht Ihr Raum?

Raumgröße und Paneelformat wählen. Annahme: halliger Raum (ca. 0,8 s), Ziel angenehme 0,55 s, Paneel mit αw 0,8.

Grundfläche

25

Paneelformat

Fehlende Absorptionsfläche
5,8
1,2 × 0,6 m, αw 0,8
11Paneele

Überschlag nach Sabine bei 2,5 m Raumhöhe. Möblierung und stärkere oder schwächere Paneele verschieben das Ergebnis; die genaue Auslegung mit echten Produktdaten übernimmt der Nachhallzeit-Rechner.

Wandabsorber mit Messdaten

Wandmontierbare Produkte mit hinterlegten Messwerten, nach Schallabsorptionsgrad sortiert.

Alle in der Suche

Wandabsorber-Typen im Vergleich

Wandabsorber-Typen im Vergleich
Wirkungαw typischOptikIdeal für
Textil-/stoffbespanntes PaneelBreitbandige Absorption über porösen Kern0,8–1,0Stofffarbe frei wählbar, ruhige FlächeBüros, Besprechungsräume, Praxen
Melamin-/Schaumstoff-PaneelSehr leicht, gut bei mittleren und hohen Frequenzen0,7–1,0Offenporig, oft profiliertStudios, schnelle Nachrüstung
Lochplatte / perforiertes HolzResonatorwirkung, je nach Lochbild abstimmbar0,5–0,9Sichtbare Holzoberfläche, wertigRepräsentative Räume, Wohnen
Akustikbild (mit porösem Kern)Punktuell, wirkt nur mit porösem Kern0,5–0,9Foto- oder Kunstdruck als MotivDekorative Nachrüstung, kleine Flächen

Wo platziert man Wandabsorber am besten?

Am meisten bringen Wandabsorber an den ersten Reflexionspunkten: dort, wo der Schall von Sprecher oder Lautsprecher auf dem Weg zum Zuhörer einmal von der Wand abprallt. Praktisch sind das die Seitenwände auf Kopfhöhe neben dem Sprechplatz, die Wand hinter einem Schreibtisch oder hinter Monitoren sowie Wände zwischen benachbarten Arbeitsplätzen.

Lange parallele Hartwände erzeugen ein Flatterecho, ein hörbares Nachklingen zwischen den Flächen. Schon ein Absorber auf einer der beiden Wände unterbricht diesen Pfad spürbar. Die Decke bleibt für den Grundpegel zuständig, die Wand für die gezielten Reflexionen.

Direkt an der Wand oder mit Luftspalt montieren?

Direkt an die Wand geklebte oder geschraubte Paneele wirken vor allem im mittleren und hohen Frequenzbereich. Wird das Paneel auf einem Rahmen oder einer Lattung mit Abstand montiert, verbessert der Luftspalt die Wirkung im Tiefmitten-Bereich deutlich, weil das Material dann auch dort arbeitet, wo die Schallschnelle höher ist.

Maßgeblich für den Vergleich ist der bewertete Schallabsorptionsgrad αw, idealerweise aus einer Hallraummessung. Achten Sie auf die im Datenblatt angegebene Montageart, da derselbe Absorber mit und ohne Abstand unterschiedliche Werte liefert. Für die Auslegung der Nachhallzeit gibt es eigene Richtwerte.

Häufige Fragen

Wo sollte man Wandabsorber anbringen?

An den ersten Reflexionspunkten: an Seitenwänden auf Höhe von Sprecher oder Lautsprecher, hinter dem Schreibtisch oder den Monitoren und auf Wänden zwischen Arbeitsplätzen. Lange parallele Hartwände verursachen Flatterechos, hier genügt oft ein Absorber auf einer Seite. Die Decke senkt den Grundpegel, die Wand dämpft die gezielten Reflexionen.

Wie viele Wandabsorber oder wie viel Fläche brauche ich?

Als Richtwert gelten 0,15 bis 0,25 m² hochwirksame Absorberfläche je Quadratmeter Bodenfläche, beginnend an der Decke und ergänzt durch die Wand. Ein 25 m² großer Raum braucht so etwa 4 bis 6 m². Für eine belastbare Auslegung wird die Nachhallzeit berechnet, der Nachhallzeitrechner nutzt dafür die hinterlegten Messdaten.

Sollte man Akustikpaneele mit oder ohne Luftspalt montieren?

Direkt an der Wand wirken Paneele vor allem bei mittleren und hohen Frequenzen. Ein Luftspalt durch Montage auf Rahmen oder Lattung verbessert die Wirkung im Tiefmitten-Bereich deutlich. Welcher αw-Wert gilt, hängt von der Montageart ab, deshalb steht im Datenblatt, ob direkt oder mit Abstand gemessen wurde.

Kann man Wandabsorber mit einem Motiv bedrucken?

Ja. Der Bezugsstoff oder das Druckbild eines Akustikpaneels ist schalldurchlässig und kosmetisch, der poröse Kern dahinter übernimmt die Absorption. Ein bedrucktes Akustikbild wirkt also akustisch, solange es einen porösen Kern besitzt. Entscheidend ist nicht das Motiv, sondern das Kernmaterial und der angegebene αw-Wert.

Welche Brandschutzklasse sollten Wandabsorber haben?

Maßgeblich ist die Brandschutzklasse, von A1 (nicht brennbar) bis F. In normalen Wohn- und Büroräumen ist sie selten zwingend, in Flucht- und Rettungswegen sowie bestimmten öffentlichen Gebäuden dagegen vorgeschrieben. In der Suche lässt sich nach Mindest-Brandschutzklasse filtern.

Was ist der Unterschied zwischen einem echten Absorber und einem Akustikbild?

Ein echter Wandabsorber hat einen porösen Kern, etwa Mineralwolle, Polyester-Vlies oder Melaminschaum, und erreicht αw 0,8 bis 1,0. Ein dekoratives Bild ohne porösen Kern schluckt kaum Schall. Ein Akustikbild wirkt nur, wenn hinter dem bedruckten Stoff ein poröser Kern sitzt, erkennbar am angegebenen αw-Wert.

Passende Wandabsorber finden

Alle Wandabsorber und Akustikpaneele mit Messdaten vergleichen und nach αw, Material und Brandschutz filtern.

Wandabsorber in der Suche